Brücke gesperrt in Gundernhausen

Seit langen Wochen ist in Gundernhausen eine der wohl wichtigsten Durchgangspassagen des Ortsteiles gesperrt: die Fußgängerbrücke zwischen Bahnhofstraße und Zuwegung GSV-Sportgelände. Diese wird normalerweise tagtäglich von Groß und Klein viel genutzt. Ob die Schulkinder vom Stetteritz gen Ortsmitte eilen, Friedhofsgänger die grüne Passage der Bruchwiesenstraße vorziehen oder die zahlreichen Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Lieblingen dem nahen Feld entgegenstreben - jetzt, wenn die Brücke gesperrt ist, vermissen viele diesen beschaulichen Weg doch schmerzlich.

 

WiR und viele andere fragen sich „Was ist da los?“ So ohne weiteres waren die Gründe für die Sperrung noch nicht erkennbar. WiR fragten deshalb im Rathaus vor den Ferien nach. Laut Bauamt sei die Brücke marode und sei dringend sanierungsbedürftig. Um die Bürger vor Schaden zu bewahren, sei die Brücke gesperrt. Eine Ausschreibung sei auf den Weg gebracht, man sei guter Hoffnung, die Arbeiten im Herbst beginnen zu können.

 

Inzwischen sind die Sommerferien vorbei und nun ist der Schaden an dem einst hübsch anzusehenden hölzernen Brückchen offenbar. Das Holzgeländer ist verrottet, kaputt und brüchig. In Richtung Fußballplatz ist das rechte Geländer durchgebrochen und liegt mit seinem dem GSV-Gelände zugerichteten Teil flach auf dem Boden, droht gar, in den Bach abzurutschen. 

 

WiR haben deshalb im Bauamt nach dem Sachstand gefragt. Wieder ist uns prompt, freundlich und umfassend Auskunft gegeben worden. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen sei die Sanierung der Gundernhäuser Brücke mit ebenso dringlichen Arbeiten an einer Brücke am Bahndamm in Roßdorf verbunden worden. Die Arbeiten seien getrennt ausgeschrieben worden. Für den Oberbau liege ein Angebot inzwischen vor, das vom Gemeindevorstand auch schon angenommen sei. Man sei aber zuversichtlich, dass die Arbeiten bald beginnen könnten.

 

Das macht Hoffnung für die Gundernhäuser Bürger, denn betroffen ist hier ein echtes Nadelöhr. 

 

Bis es so weit ist, wird es noch einige Wochen dauern. Die Gemeinde hat den Zuweg zur Brücke mit einem Durchgangsverbotsschild und die Brücke selbst mit einem Absperrgitter vor und jenseits der Brücke gesperrt. Ein rot-weißes Flatterband verdeutlicht eigentlich die Ansage, dass es hier nicht weitergeht. Doch leider ist das Flatterband zerrissen und die Absperrungen sind zur Seite geschoben. Der Weg ist verlockend frei - trotz aller Anordnungen und das ist gefährlich. Vielleicht nicht für einen Erwachsenen, aber ganz bestimmt für die vielen Kinder, die diesen Weg nutzen, wenn er freigeräumt ist. Oder im Dunkeln, wenn die Gefahr nicht ohne weiteres erkennbar ist. 

 

WiR appellieren deshalb eindringlich an alle Bürger, wenn die Brücke gesperrt ist, die Sperrung zu beachten und keinesfalls den Weg freizuräumen. Die Gemeinde ist dabei, die Sanierung zu erledigen, aber das braucht etwas Zeit. 

 

WiR bitten deshalb alle Gundernhäuser Bürger um noch etwas Geduld, damit am Ende die Brücke so wird, wie wir es alle wünschen: Hübsch, funktionell (nicht zu teuer), hoffentlich für die Ewigkeit - und ohne, dass irgendjemand inzwischen Schaden genommen hat.

 

WiR werden die Angelegenheit weiter beobachten.

 

WiR - Wir in Roßdorf e.V.

Dolores Koop

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