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WiR beschließen den Haushalt 2026 mit

KI-generiertes Bild
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Der Haushalt 2026, der vergangenen Freitag in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung Roßdorf beschlossen wurde, zeigt, wie Bund, Land und Kreis unsere Gemeinde systematisch ausquetschen:

Das Haushaltsvolumen ist in 20 Jahren von 18,7 Mio. Euro (2006) auf 45,5 Mio. Euro (2026) nahezu explodiert, dominiert von durch die Gemeinde unbeeinflussbaren Ausgaben wie der Kreis- und Schulumlage mit 14,5 Mio. Euro – ein Drittel des Haushalts, ohne dass ein Ende absehbar ist.

 

Die Schlüsselzuweisungen, also Gelder die Roßdorf erhält, kollabieren parallel:

von 3,1 auf 1,7 Mio. Euro in den letzten drei Jahren.

 

Daraus resultiert  eine jährliche Mehrbelastung von 5,4 Mio. Euro ohne jeden kommunalen Einfluss.

 

Frühere „Lösungen“ wie die Auflösung der erfolgreichen Gemeindewerke (2016), der Bilanz-Trick der Hessenkasse (2018) oder die Umstellung auf doppelte Buchführung (2008) haben die Strukturprobleme nicht behoben, sondern verschleiert – das Konnexitätsprinzip laut Grundgesetz („Wer bestellt, bezahlt“, Art. 104a GG) wird wissentlich missachtet.

 

Besonders schockierend die Kita-Entwicklung:
2006 kostete die Betreuung in fünf Einrichtungen 2,1 Mio. Euro, Eltern zahlten 105 Euro/Monat für über sieben Stunden – heute betreibt Roßdorf acht Kitas mit 9,1 Mio. Euro Belastung im Haushalt, Regelbetreuung ist kostenfrei, Flex-Zeit (acht Stunden) kostet nur 22,50 Euro/Monat.

Doch bei nur 154,58 Euro pro Kind vom Land: Wie soll qualitativ hochwertige Betreuung finanziert werden? SPD Plakatsprüche wie „bezahlbare Kita-Gebühren“ wirken da hohl – Polemik oder Realitätsverleugnung? Irgendwer muss das am Ende bezahlen.

 

Natürlich finden WiR mit einem Defizit in Höhe von 3,15 Mio. Euro ein ordentliches Ergebnis vor, dass hoffentlich von der Kommunalaufsicht genehmigt wird. Aber das sollte niemanden zufrieden stellen.

 

Positiv für die Bürger ist, dass der beschlossene Haushalt keine Steuerhöhungen für Bürger und Gewerbetreibende vorsieht. 


Und dennoch gibt es Änderungsanträge die bei uns größte Verwunderung hervorrufen und die WiR entschieden ablehnen.  Mehr dazu in Kürze. 

 

Jörg Wellmann

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