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WiR berichten von der Gemeindevertretersitzung am 12. Dezember 2025

Bürgermeister Norman Zimmermann stellt den vom Gemeindevorstand eingebrachten Haushaltsentwurf für 2026 ein. Über die Details des Haushaltes werden WiR gleich zu Beginn des neuen Jahres berichten. Viel ist anzupacken. Messeler Weg, die Ringstraße südlich der Wilhelm-Leuschner-Straße, Im Feldchen, Amselpfad, Fasanenweg, Beunegasse u. a. müssen dringend grundhaft saniert werden.

 

Die Arkadensäulen an der Südseite des Rathauses sind aufgrund von Korrosion auszutauschen. Statische Maßnahmen sind erforderlich.

 

Bürgerhaushalle, Bauhof und kommunale Wohnungen bedürfen einer Renovierung. Eigentum verpflichtet. Außerdem kostet die Bauleitplanung für die Grundschule Gundernhausen, die Windkraftanlagen, den gewünschten Kunstrasen, die künftige Riedsbachauennutzung u. a. einiges an Geldern. Der Münkelkreisel, die Kläranlage, die Trinkwasserbrunnen und die Bürgerhaushalle werden uns auch einiges kosten.

 

Die Aufnahme Roßdorfs in das Bundes-/Landesförderprogramm „Lebendige Zentren“ bezeichnet der Bürgermeister als „Meilenstein“. Weiter führt er allerdings aus, dass die Gemeinden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Im nächsten Quartal soll dann der Haushalt beraten, beschlossen und auch genehmigt werden, damit die Investitionen überhaupt erst ermöglicht werden.

 

Die Gemeinde stimmt der Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzepts für den Landkreis und die Gemeinden zu. Auch bemüht sich die Gemeinde um eine Anschlussförderung des Klimaschutzmanagers für 36 Monate.

 

Vor 15 Jahren gab es den letzten Regional(entwicklungs)plan des Regierungspräsidiums für Südhessen. Im neuen ist keine Erweiterung des Baugebiets zwischen Gartencenter Löwer und Zahlwaldhalle mehr vorgesehen. Die Gemeinde bemüht sich hier um eine Korrektur. Schließlich sind wir als sog. Entlastungsgemeinde für die benachbarte Wissenschaftsstadt vorgesehen.

 

Die Mehrheit der Gemeindevertretung hat sich gegen den Willen von CDU und WiR am 7. November weiterhin für Mietzuschüsse zugunsten der Ärzte ausgesprochen. Die Kommunalaufsicht spricht jedoch auch hier wie schon früher von „Missachtung der Kompetenzen des Gemeindevorstands und der -verwaltung durch die Gemeindevertretung“. Die Mehrheit der Gemeindevertretung hält trotzdem unverständlicherweise mit leichten Änderungen an ihrem Beschluss vom 7. November 2025 fest.

 

Von Wahlkampf und Misstrauen gezeichnet sind die Anträge der SPD. Vorgeworfen werden dem Bürgermeister Alleingänge bei der Planung für die Gestaltung von Riedsbachaue und Bürgerzentrum sowie beim Verzicht auf den Wiedereintritt in den gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk sowie vom Aussitzen von Beschlüssen, die hauptsächlich auf Initiative der SPD zurückgehen. Der Bürgermeister betont, dass die Gremien eingebunden werden, er Einladungen von Fraktionen zu ihren Sitzungen weiterhin gerne annimmt und er interkommunale Zusammenarbeit begrüßt, sofern sie von seriöser und zuverlässiger Zusammenarbeit geprägt ist und das Ganze sich auch rechnet. Beides war in den letzten Jahren nicht mehr der Fall, sodass die Verträge nicht mehr automatisch verlängert wurden.

 

Erwartungsgemäß lehnt die Gemeindevertretung den Antrag der WiR auf Rücknahme der Klage gegen den Gemeindevorstand ab. Die Klage wurde eingereicht, weil es angeblich mit der Ausschreibung für zwei neue Windkraftanlagen in unserem Wald zu langsam vorangehen würde.

 

In vielen Sitzungen werden einzelne Tagesordnungspunkte persönlich und vorwurfsvoll diskutiert, vor allem wenn der Weg eingeschlagen wird, Anwälten das Geld hinterherzutragen. Es geht aber auch anders: harmonisch und sachlich, wie es in anderen Gremien abläuft. Welche Saiten angeschlagen werden, entscheiden die Wähler/innen im März. Von allein jedenfalls wird es auf jeden Fall nicht besser. 

 

Markus Stellfeldt

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