WiR berichten von der Gemeindevertretersitzung am 07. November 2025

Die neue Flugroute Cindy S sorgt für mehr Lärm in Roßdorf, während weitere Tempo 30 Zonen auf den Straßen das Gegenteil bewirken sollen, dafür benötigt man in der Bruchwiesenstraße noch eine Lärmmessung durch HessenMobil.

 

Verfahren ist die Situation in der Klage der Gemeindevertretung gegen den Gemeindevorstand hinsichtlich des Rechtsstreits um den Ausbau weiterer Windkraftanlagen. Ein angebotenes Mediationsverfahren wurde vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Heiko Hofmann (SPD) abgelehnt. Also wird dies die Gemeinde weiter unnötig Geld kosten. 

 

In diesem Zusammenhang wurde aus der Sondersitzung des „Akteneinsichtsausschusses" am 08. Oktober berichtet. Fragen ergaben sich, die schriftlich bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Die Antworten werden vom Ausschuss ausgewertet. Eventuell gibt es eine weitere Sitzung des Akteneinsichtsausschusses.

 

Zur Kündigung des Ordnungsbezirks berichtete der Bürgermeister, dass dieser seit Anbeginn keine Erfolgstory gewesen sei. Alle 6 Kommunen hätten gemeinschaftlich die Auflösung beschlossen. Interkommunal zusammenzuarbeiten, Ressourcen zu bündeln ist weiterhin wichtig, aber dann nur dort, wo es sich gut und sinnvoll umsetzen lässt. Deswegen tritt die Gemeinde Roßdorf sowie weitere 5 Kommunen aus dem Bezirk aus, um wieder die Entscheidungsbefugnisse zurück in die Gemeinde zu verlagern und selbst Prioritäten festzulegen. Die Gemeinde kann dann wesentlich mehr ordnen und gestalten. Der Wille hierzu ist da und andere Kommunen um Roßdorf herum schaffen dies auch alleine.

 

Die Gemeinde bewirbt sich beim Landesprojekt „Zukunft Innenstadt“ um Zuschüsse für die Riedsbachaue am Freibad, das Bürgerzentrum „Neue Schule“, dass nur vom Namen her noch „neu“ ist, und für den Grolmanshof in Gundernhausen, der dank des Forums Gundernhausen wieder einen Pavillon hat. Dieser Antrag des Gemeindevorstandes verursachte lange Diskussionen, obwohl es hier nur darum geht, dass die Gemeinde die Anträge von der GVE bewilligt einreichen kann. Die Gemeindevertretung fordert dabei frühzeitige Miteinbeziehung bei der konkreten Ausgestaltung der Projekte, man wolle der Verwaltung hier keinen „Freifahrtschein“ erteilen, Grüne wollten keine „Geheimniskrämerei“, um den es aber bei diesem Antrag gar nicht ging.

 

Die SPD fordert, dass es nach fünf Jahren nun wieder einen Familienbericht geben solle. Zwar wurde mit den Zahlen daraus in den früheren Jahren wenig gearbeitet, effektiver scheinen die Runden Tische zum Thema Kinder- und Jugendförderung zu sein.

 

Und der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus: Um 12.48 Uhr am selben Tage stellte per E-Mail die SPD einen Eilantrag zur Beantragung von Sportförderungsmitteln beim Staat, u. a. für einen Kunstrasenplatz. Was nicht heißt, dass die Gemeinde nicht selbst auch noch einiges zusteuern müsste, wie Gemeindevertreter Michael Schönbein (WiR) hinzufügte. Es geht um Beträge von über 1.000.000 Euro. Dem Antrag der SPD wird trotzdem nach einigem Hin und Her sowie Sitzungsunterbrechungen stattgegeben. WiR werden detailliert berichten.

 

Fast zur selben Zeit stellte auch die IGEL-Fraktion per E-Mail einige Stunden vor der Gemeindevertretersitzung einen Eilantrag für Mietzuschüsse zugunsten der Hausarztpraxen, wohlwissend, dass hier wieder die Kommunalaufsicht der Gemeindevertretung zu verstehen geben wird, in die grundlegenden Kompetenzen des Gemeindevorstands widerrechtlich eingegriffen zu haben. Doch die Mehrheit wünschte, dass der Gemeindevorstand der Gemeindevertretung folgen solle.

 

Markus Stellfeldt

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Kommentare: 2
  • #1

    Rainer Merlau (Donnerstag, 13 November 2025 11:06)

    Was ein Kindergarten

  • #2

    Monien Matthias (Donnerstag, 13 November 2025 17:54)

    Schlimmer als ein Kindergarten